Donnerstag, 3. November 2011

Zum ersten Mal...

Zum ersten Mal schreibe ich hier und jetzt in meinem frischgestarten Blog.
Somit ein freundliches Hallihallo an alle Leser!

Ich heiße Franziska und komme aus einem beschaulichen, kleinen Städtchen in der fränkischen Rhön. Seit Anfang September lebe ich jetzt in Schio, einer venezianischen Kleinstadt in Norditalien. Hier mache ich für 8 Monate EVS (European Voluntary Service). Im Rahmen dieses Freiwilligendienstes arbeite ich hauptsächlich in einem Obdachlosenheim und teilweise in einem Jugendinformationszentrum. 

Venezia
Die meisten Freiwilligen, die ein solches Blog oder ähnliches starten, fangen damit wohl meist schon vor ihrer eigentlichen Abreise ins Ausland an. Gut geplant und organisiert sieht mir ja eigentlich ähnlich. Doch seit meinem Aufenthalt hier in Italien, der mittlerweile nun schon mehr als 2 Monate zählt, ticken die Uhren auf seltsame und doch angenehme Art und Weise anders. So kommt es nun, dass ich erst jetzt mit dem Bloggen anfange, was ich auch  nicht verkehrt finde. Ich werde eben an einem anderen Punkt ansetzen, denn die Eingewöhnungsphase mit Gefühlsachterbahn und unter anderem Kopfschmerzen von Italienischüberdosis habe ich schon hinter mir. Mittlerweile kann ich sagen, dass ich mich hier doch ganz gut eingelebt habe. 

Vieles habe ich hier zum ersten Mal gemacht. Zum ersten Mal Alleine-weg-sein für eine so lange Zeit, alleine wohnen, kochen, leben, zum ersten Mal komplett auf mich selbst gestellt sein, zum ersten Mal völlige Freiheit genießen und bemerken, dass das, was ich schließlich aus meiner Freiheit  in Italien heraushole, sehr von meiner Eigeninitiative und inneren Einstellung abhängt. 

9 Wochen, 63 Tage, 1512 Stunden oder auch 90720 Minuten - so lange lebe ich schon hier. 9 Wochen sind mehr als 2 Monate, sind mehr als ein Viertel meines Gesamtaufenthalts in Italien. Was für eine wahnsinnig lange Zeit möchte man meinen und dennoch kommt es mir oft so vor, als wäre meine Ankunft erst gestern gewesen. Ich habe in den vergangenen Wochen natürlich auch kein Däumchen gedreht, sondern viel unternommen, Neues gesehen, Eindrücke gesammelt, dazu gelernt. Jeden Abend freue ich mich, hundemüde in mein Bett fallend, darüber, dass jeder Tag viele kleine, große, lohnenswerte Dinge in sich trägt, die es einem unabdingbar machen, nicht aufstehen zu wollen und weiter an diesem Abenteuer teilzunehmen.

In der kommenden Zeit werde ich noch ein bisschen genauer auf meinen Freiwilligendienst und meine Organisation eingehen und so oft, wie möglich, Einblicke in mein Dolce Vita im Belpaese gewähren.

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